Christian Gräff
Vielen Dank, keine Zwischenfragen! – Ich sage aber auch ganz offen: Das gilt natürlich nicht für die Fraktion der Grünen insgesamt. [Lachen von Steffen Zillich (LINKE)] Ihre beiden angeblichen Mobilitätssenatorinnen haben alles, aber wirklich alles getan, um die Anbindung neuer Stadtquartiere in Berlin mit dem öffentlichen Nahverkehr zu torpedieren! [Beifall bei der CDU und der SPD – Zuruf von Werner Graf (GRÜNE)] Alles haben Sie dafür getan! Wenn wir jetzt in Koalitionsrunden gehen und uns über die Anbindung unterhalten: Nichts ist passiert! [Zuruf von der LINKEN] Dafür kann es nur zwei Gründe gaben. Da können Sie ja hier drauf eingehen. Entweder Ihnen sind die Außenbezirke Pankow, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick, Reinickendorf egal, oder Sie wollen gar keinen Wohnungsneubau in Berlin. Sie wollen eine Kreuzberger Bubble, um die Sie sich Gedanken machen, aber nicht um die gesamte Stadt und schon gar nicht um die Außenbezirke. [Zuruf von Silke Gebel (GRÜNE)] Für bestehende Ortsteile und Stadtquartiere – nur am Beispiel von Pankow – gilt: Wir, SPD und CDU, müssen jetzt in Hochgeschwindigkeit das nachholen, was in den letzten sechs Jahren von den Grünen versäumt wurde, [Zuruf von Silke Gebel (GRÜNE)] planen, bei den Verkehrsträgern bestellen und bauen, damit Stadtquartiere gut angebunden sind und an den Start gehen können. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD] Es ist auch unredlich von den Grünen zu sagen, sie wollen keine Sammelunterkünfte in Tegel und Tempelhof für geflüchtete Menschen, die wahrscheinlich niemand außer der AfD in diesem Hause gut findet; aber immer nur zu sagen, wo nicht gebaut werden soll, und dass auf dem Tempelhofer Feld und in Kreuzberg am besten gar nichts passieren soll und alles so bleibt, wie es ist, ist unredlich, meine Damen und Herren von den Grünen! [Beifall bei der CDU und der SPD] Deswegen hat diese Koalition die Aufgabe, in Berlin zu bauen. Jeder, der in diesem Haus ist, ist aufgerufen, über seinen eigenen Schatten zu springen, Ideen zu entwickeln, mitzumachen und aus dem Oppositions-Klein-Klein herauszukommen. [Zuruf von Katalin Gennburg (LINKE)] Ich bin davon überzeugt, dass die besten und positivsten Ideen mit einer klaren Vision für die Menschen in dieser Stadt und für Berlin gewinnen werden. Berlin braucht jede Wohnung. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU und der SPD – Zuruf von der CDU: Bravo!]
