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Linda Vierecke

SPD 15.06.2023 Sitzungen 19/32

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Gärtnerinnen und Gärtner! Ich merke die Klimakrise jeden Tag. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Wiesen sind gelb, nicht grün, und jede Kleingärtnerin ist tagtäglich unterwegs, um zu gießen [Zuruf von der AfD: Das nennen wir Sommer!] und gerade noch so Tomaten, Karotten und Salat zu retten. Fakt ist, wir brauchen diese wichtigen Flächen, die Kleingärten, auch im Kampf gegen die Klimakrise. Fakt ist aber auch, dass sie nach und nach verschwinden, wenn wir nicht eine rechtliche Sicherung der Flächen schaffen. Seit 1992 sind gut 12 000 Kleingärten in der Stadt verschwunden. Ohne eine rechtssichere Lösung werden sie nicht einfach bleiben. Ich frage mich: Warum sollten wir ausgerechnet mitten in der Klimakrise Flächen bebauen, die einen immens großen Artenreichtum haben? Warum sollten wir Flächen bebauen, die eine Kaltluftschneise sind, die die Stadt, die sich mehr und mehr erhitzt, kühlt? Und warum sollten wir ausgerechnet Flächen bebauen, wo Menschen mit kleinem Geldbeutel einen fairen Pachtvertrag bekommen, um Natur mit Auflagen pflegen und erleben zu können? Gleich noch ein Thema, das mich als Sozialdemokratin umtreibt und wichtig ist: Warum sollten wir diese Flächen bebauen, wo Jung und Alt, wo Handwerkerinnen, Akademikerinnen, SPD-, CDU-, Linke-Wählerinnen, wo alle zusammenkommen und Gemeinschaft erleben? [Zuruf von Harald Laatsch (AfD)]

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