Sandra Khalatbari
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Uns alle stimmt es sehr traurig, dass zwei Schülerinnen in Neukölln Opfer eines Messerangriffs geworden sind. Eine Tat, die schockieren muss, eine Tat, die uns mit Gänsehaut und Mitgefühl zurücklässt. Eine Tat, die nur schwer nachvollziehbar ist. In einer solch schwierigen Zeit ist eine funktionierende Krisenkommunikation enorm wichtig, ebenso zeitnahes Mitgefühl und starke Solidarität mit den Betroffenen und ihren Familien. Wir müssen uns bewusst machen, dass die Opfer dieses Angriffs unschuldige kleine Kinder sind, die ihr Leben in Frieden und Sicherheit führen möchten. Als Mutter muss ich Ihnen sagen: Es hätte genauso gut uns oder jemanden, den wir lieben, treffen können. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns als Gesellschaft solidarisch zeigen und den Opfern und ihren Familien unsere Unterstützung und Hilfe anbieten. [Beifall bei der CDU] Wir sind uns sicher auch einig, dass solche Angriffe zukünftig so gut wie möglich verhindert und Täter angemessen bestraft werden müssen. Ich betone all diese Aspekte so detailliert, weil der logische Menschenverstand vollkommen ausreicht und es hier keines populistischen Antrags der AfD bedarf. [Beifall bei der CDU und den GRÜNEN – Vereinzelter Beifall bei der SPD und der LINKEN – Zuruf von Carsten Ubbelohde (AfD)] In Ihrer üblichen Art und Weise versuchen Sie, schreckliche Einzelfälle für Ihr politisches Wirken zu missbrauchen. [Carsten Ubbelohde (AfD): Einzelfälle?] Das ist hier fehl am Platze, denn das hier ist das Abgeordnetenhaus von Berlin und kein schummriger Stammtisch. Deswegen glaube ich, für alle Kolleginnen und Kollegen sprechen zu dürfen, wenn ich den beiden Opfern des schrecklichen Messerangriffs vom 3. Mai 2023 an der Evangelischen Schule in Neukölln, ihren Angehörigen, ihren Mitschülern und Lehrern unser allertiefstes Mitgefühl ausspreche. [Beifall bei der CDU – Beifall von Orkan Özdemir (SPD)]
