Dennis Buchner
Bitte sehr, Frau Senatorin! Bürgermeisterin Bettina Jarasch (Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz): Noch mal: Ich muss hier, glaube ich, eines zur Klärung beitragen: Was wir in dieser Stadt planen, insbesondere beim Vorrangnetz und an Hauptstraßen, aber auch, wenn es geht, überall anders, sind vor allem geschützte Radverkehrsanlagen, und mit „geschützt“ meine ich, dass sie von der Fahrspur getrennt sind. Das ist das, was am allermeisten Sicherheit bringt, übrigens nicht nur für Radfahrende, sondern selbstverständlich auch für die Autofahrerinnen. Die fühlen sich nämlich auch sicherer, wenn Sie wissen, dass Radfahrende auf einem getrennten Streifen unterwegs sind und ihnen nicht plötzlich und unerwartet vor die Kühlerhaube fahren. Es geht um Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Es gibt viele Missverständnisse in dieser Stadt zum Thema Pop-up, und damit wollte ich bei dieser Gelegenheit einmal aufräumen. Pop-up ermöglicht oft eine schnellere Anordnung, eine schnellere Umsetzung, Pop-up erspart aber selbstverständlich nicht Untersuchungen zur Verkehrssicherheit. Gleichzeitig müssen wir uns auch klarmachen, dass Radspuren allein noch nicht die Vision Zero erfüllen können. Darüber haben wir schon oft diskutiert, Herr Machulik, auch im Ausschuss. Wenn wir uns der Vision Zero, dass es keine Verkehrstoten mehr in Berlin gibt, nähern wollen, dann werden wir nicht umhin kommen können, dass wir nicht nur den Platz umverteilen und Radwege schaffen, sondern dass die Autos langsamer fahren und dass es weniger Autos werden, die in dieser Stadt unterwegs sind, sonst schaffen wir das mit der Verkehrssicherheit nicht. Immer wenn wir über Schulwegsicherheit reden, sind wir uns darin lustigerweise auch alle einig. – Vielen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN – Zuruf von Marc Vallendar (AfD)]
